Annika Günkel: Neue Mitarbeiterin der Evangelischen Jugend

Anfang Mai hat Annika Günkel ihren Dienst als Gemeindereferentin im Evangelischen Zentrum Haus Oranien angetreten. Sie ist eine von fünf kirchlichen Jugendarbeiterinnen des Evangelischen Kirchenkreises Fulda und leitet das Amt für Jugendarbeit. Jugendliche in ihrem Glauben zu unterstützen und fördern ­– das ist ihr wichtig.

Annika Günkel bringt viele Ideen mit in den evangelischen Kirchenkreis. In ihrer Arbeit möchte die Gemeindereferentin künftig auch Menschen miteinbeziehen, die bisher in der Angebotsgestaltung noch nicht mitgedacht werden: Menschen mit Beeinträchtigungen, kirchenferne und auch ältere Menschen. „Vielleicht lässt sich die Kinder- und Jugendarbeit intergenerationell mit der Arbeit für Senioren verbinden“, überlegt Günkel. Sie wird künftig die Kinder- und Jugendarbeit mit ihren Kolleginnen im Kirchenkreis planen und durchführen.  „An der Schnittstelle zwischen kirchlichen Gremien und Jugendarbeit ist es mir wichtig, dass die Bedürfnisse der Kinder- und Jugendlichen im Vordergrund stehen und sie bei Angeboten mitgestalten und mitbestimmen können.“ Dass sie als katholische Christin bei der evangelischen Kirche arbeitet, sieht Günkel eher als Chance denn als Problem. „Mir ist das Christsein wichtiger als das konfessionelle Denken“, sagt sie, auch wenn sie sich in evangelische Kirchenstrukturen und Prozesse erst noch einarbeiten müsse. Kirchliche Jugendarbeit stehe ohnehin Kindern und Jugendlichen aller Religionen und Bekenntnisse offen. „Auch Kinder anderer Konfessionen oder ohne religiöse Bindung sind uns willkommen.“

Annika Günkel ist in Bimbach aufgewachsen und hat ihr Abitur an der Marienschule in Fulda gemacht. Sie war viele Jahre in der katholischen Jugendarbeit aktiv und absolvierte ein freiwilliges soziales Jahr im Schulbegleitdienst bei den Maltesern. Anschließend studierte sie Pädagogik in Bamberg. Ein Masterstudiengang in Erziehungs- und Bildungswissenschaften schloss sich an. Eine erste Anstellung fand sie beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend, wo sie von 2017 bis 2020 als Referentin für politische Jugendbildung arbeitete. „Ich war vorwiegend für ein Integrationsprojekt mit und für Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte aus Syrien und Afghanistan zuständig“, erzählt die 31-Jährige. Mit einem Spielmobil sei sie zu verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften gefahren und habe dort Spielangebote gemacht. „Integration ist eines der Themen, die mir besonders am Herzen liegen“, sagt sie. In den vergangenen zwei Jahren arbeitete sie als Leiterin des Schulbegleitdienstes bei den Maltesern in Fulda.

Das Kennenlernen fremder Länder und Kulturen ist ein Hobby von Annika Günkel. So war sie gemeinsam mit ihrem Mann mit dem Rucksack im Iran. „Solche Reisen bieten die Chancen für intensive Begegnungen und neue Erfahrungen“, sagt sie. Auf das Kennenlernen von neuen Menschen freut sie sich auch an ihrer neuen Arbeitsstelle im Kirchenkreis Fulda. „Das wichtigste und zentrale an der Jugendarbeit sind die persönlichen Begegnungen“, weiß die neue Mitarbeiterin.